Nachhaltig wohnen – oder “Brauche ich den ganzem Mist wirklich?”

Nachhaltig wohnen – oder “Brauche ich den ganzem Mist wirklich?”

Nachhaltigkeit ist ja inzwischen ein sehr strapazierter Begriff und eigentlich kann ich es auch schon nicht mehr hören… leider, denn es ist ein wichtiges Thema. Alle wissen, dass unsere Ressourcen endlich sind. Nachdem es uns hier in Deutschland  sehr gut geht und wir keinerlei existentiellen Mangel verspüren, ist es einfach, dieses Thema an den Rand unserer Wahrnehmung zu drängen. So, das war das Wort zum Sonntag… weiterlesen

Quilt Inspiration aus Alabama – Gee’s Bend

Quilt Inspiration aus Alabama – Gee’s Bend

Rein zufällig stolperte ich vor Kurzem über Gee’s Bend. Ich suchte auf Pinterest nach alten Quilts. Einige fielen mir auf, die in ihren Farbkombinationen und Mustern ganz anders waren, viel freier, intuitiver und abstrakter – auf jeden Fall sehr außergewöhnlich. Nach genauerer Recherche fand ich heraus, dass all diese Quilts aus einer Quelle kamen: Gee’s Bend.

 “The Quilts of Gee’s Bend were created by a group of women who live in the isolated African-American hamlet of Gee’s Bend, Alabama. “The compositions of these quilts contrast dramatically with the ordered regularity associated with many styles of Euro-American quiltmaking. There’s a brilliant, improvisational range of approaches to composition that is more often associated with the inventiveness and power of the leading 20th-century abstract painters than it is with textile-making,” schreibt Alvia Wardlaw (Kuratorin).

Es gibt ein paar sehr schöne Bücher über die Quilts von Gee’s Bend, die leider nur noch antiquarisch zu bekommen sind und das auch nicht gerade günstig.

Ich habe mir trotzdem das zweite in der Reihe “Unconventional & Unexpected – american quilts below the radar (1950 – 2000)” bestellt und bin extrem begeistert. Neben einer außergewöhnlichen und wunderbaren Sammlung von 150 Quilts, die detailliert beschrieben werden, wird die Entstehungsgeschichte dieser Quilts aus Alabama erzählt, was Gee’s Bend überhaupt ist und warum die Quilts bis heute so einzigartig und inzwischen nahezu unbezahlbar sind.

Das Wesentliche ist aber, dass die Frauen, die diese wunderbaren Stücke von Hand genäht haben, zusammen saßen, sich Geschichten aus der alten Heimat erzählten und dazu ihre Lieder sangen. Aus der großen Armut und Not in Sklaverei sind durch die Kraft, Verbundenheit und Kreativität dieser großartigen Frauen nicht nur notwendige Gebrauchsgegenstände sondern zeitlose Kunstwerke entstanden, die jene schlimmen Zeiten überlebt haben und uns bis heute davon erzählen.

Von diesen Vorbildern ergriffen und  inspiriert, werde ich jetzt aus alten, geliebten Kleidungsstücken von uns Vieren einen Familienquilt nähen. Ich habe schon angefangen, Hemden und Kinderkleidung herauszusuchen, die mich an bestimmte Zeiten oder Ereignisse erinnern. Die Vorstellung, dass unsere Kinder oder Enkel irgendwann diesen Quilt haben werden und die Stoffe vielleicht auf Fotos oder Videos wieder erkennen, gefällt mir.

Fortsetzung folgt…

 

 

 

Innen und Außen

Innen und Außen

Die Frage, wie sehr wir uns vor der bösen, hektischen und stressigen Aussenwelt in unser trautes Heim zurückziehen, wurde vor Kurzem im ZEITMAGAZIN 01/2015 in einem langen Artikel mit dem Titel “Die Welt ist mir zu viel” behandelt. Es wir der Rückzug aus der Realität kritisiert, die meistens nicht so rosig ist, wie wir uns das gerne zurecht träumen, Rückzug in einen kuscheligen Kokon, in eine rosige Wunschwelt.  weiterlesen

Warum nicht selbst machen?

Warum nicht selbst machen?

Wenn man allerdings in seiner Wohnung etwas Maßgeschneidertes haben möchte, etwas, das es so nicht zu kaufen gibt oder nur für viel Geld, ist eine tolle Möglichkeit es selbst oder mit Hilfe von Freunden herzustellen. Einige werden jetzt sagen, das kann ich nicht, ich habe zwei linke Hände, das ist viel zu schwierig… weiterlesen

habitology?

HABITOLOGY – ich stieß vor einiger Zeit auf diesen Begriff und stellte fest, dass es ihn gar nicht wirklich gibt, trotzdem wird er verwendet. Für mich bedeutet HABITOLOGY eine Kombination aus “habitare” also wohnen, bewohnen, sich aufhalten und der Endung …ology, was soviel heißen kann wie die Kunst des…, das Wissen vom… etc. Was mich an diesem Begriff reizt, ist seine Dehnbarkeit, der Interpretationsspielraum, der es mir erlaubt, alle Bereiche, die mit zeitgenössischem und zukünftigen Wohnen zu tun haben, zu betrachten.

Ich stelle mir Fragen wie: “Müssen wir unbedingt eine große Wohnung mit 5 Zimmern haben?” oder “Müssen alle Räume in der Wohnung eine definierte Nutzung haben?” Im Moment sind Quadratmeter ein Statussymbol. Je mehr Geld ich habe, desto größer ist meine Wohnung/mein Haus. Raum ist Luxus, vor allem in begehrten Großstadtlagen.

Ich denke mir aber häufiger, wenn ich in solche Wohnungen komme, dass so viel Raum doch meistens nicht sinnvoll genutzt wird. Am liebsten sind doch alle da, wo die anderen sind, zum Beispiel in der Küche. Ich habe festgestellt, dass unsere Kinder die ersten Jahre ihres Lebens hauptsächlich in unserer Wohnküche verbracht haben. Noch heute machen sie am liebsten ihre Hausaufgaben am Esstisch.

Als wir die Chance hatten, unsere neue Wohnung selbst zu planen, stellte sich die Frage der Raumaufteilung und -nutzung. Wie wollen wir wohnen und leben?

Fortsetzung folgt…

Dieser Blog ist ein privates Projekt auf unbestimmte Zeit. Ich werde ab sofort einmal wöchentlich einen Beitrag zum Thema Wohnen und Leben veröffentlichen. Er ist sehr persönlich, sicher subjektiv und natürlich unvollständig. Ich hoffe dennoch, euch mit meinen wöchentlichen Beiträgen Anregungen geben zu können. Ich freue mich über Feedback und hoffe auf fleißige Leser und zahlreiche Abonnenten!

 

Habt einen guten Start ins neue Jahr!
N