Mein Wochenende in München beim “Best of Interior Blogs” – Award

Mein Wochenende in München beim “Best of Interior Blogs” – Award

Freitag morgen flog ich also zur Preisverleihung nach München.  Bevor ich mich aber auf den Weg zum Callwey Verlag machte, gab’s erst noch  Kaffee und  Laugenstange in meinem Lieblingscafé Götterspeise im Glockenbach.

Mittags bei Callwey angekommen, wurden die 40 eingeladenen Blogger nach einem kleinen Lunch von der Enkelin des Verlagsgründers Marcella Prior-Callwey begrüßt und durch das Verlagshaus geführt. Interessant zu erfahren war, dass der Verlag sich zur Findung seiner Zielgruppe eine französische Lifestyle-Ikone ausgesucht und mittels eines Moodboards deren Umgebung, Vorlieben und Freunde zusammengestellt hat.

Anschließend erzählte die Journalistin, Lifestyle-Bloggerin und Autorin Stefanie Luxat – anlässlich der bevorstehenden Premiere ihres neuen Buchs “Herzlich Willkommen” – in 10 Punkten, wie man einen Bestseller schreibt. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, aber Stefanie beschrieb sicher die 10 Faktoren, die dafür notwendig sind. Das neue Buch werde ich in Kürze besprechen!

Nach einer kurzen Pause, in der ich durch die Münchner Innenstadt schlenderte, ging es im Lehnbachhaus weiter, genauer im Kokon Flagshipstore, wo am Abend die besten internationalen Interior-Blogger prämiert wurden.

Mit der Auszeichnung des „Best of Interior Blogs“ – Awards wurden erstmalig in Deutschland die besten Wohn- und Design-Blogs des Jahres auf internationaler Ebene durch eine Experten-Jury ausgewählt und geehrt. Die Jury – bestehend aus Ricarda Nieswandt von 23 qm Stil, Gudy Herder von Eclectic Trends und Igor Josifovic von Happy Interior Blog – präsentierten die besten Lifestyle-Blogs und wählten aus einer Shortlist mit 15 nominierten, internationalen Bloggern  drei Preisträger aus, die in den Kategorien “INTERIOR BLOG OF THE YEAR“, „BEST CREATIVE IDEA“ und „BEST INDIVIDUAL STYLE“ ausgezeichnet wurden.

Die Gewinner sind:

Angegliedert an die Preisverleihung kommt diese Woche das Buch „Wohnideen aus dem wahren Leben“ in den Handel, das die schönsten Wohntrends der nominierten Blogger präsentiert. Die Autorin Petra Harms, die den Abend moderierte, konnte aus den vielen neuen Strömungen zwei starke Trends erkennen. Der erste heißt “personality instead of perfection“, was bedeuten soll, dass es viel wichtiger ist sich in seiner Wohnung persönlich auszudrücken und dadurch wieder zu finden als dem Ideal der perfekte gestylten Wohnung hinterher zu hecheln.

Der zweite Trend ist KINTSUGI, die japanische Methode des Reparierens, bei der das Reparieren selbst sichtbar bleibt und Teil des Gegenstands wird. Ein auf diese achtsame Art repariertes Objekt gewinnt in den Augen eines Japaners noch weiter an Wert. Auch dieser Trend zeigt, dass es weniger auf Perfektion ankommt als auf Individualität.

Im Anschluss an die Preisverleihung lernte ich noch ein paar sehr nette Leute kennen und der Abend klang bei Bier und Häppchen entspannt aus.

Was ich an diesem Wochenende in München noch alles entdeckt habe, folgt in Kürze!

Stay tuned!

 

“Wie eine Wohnung ein Zuhause wird” von Stefanie Luxat – Buchrezension

“Wie eine Wohnung ein Zuhause wird”  von Stefanie Luxat – Buchrezension

Viele von uns kennen die Hamburger Journalistin Stefanie Luxat durch ihren erfolgreichen Lifestyle- und Interiorblog Ohhh…mhhh…. Mittlerweile hat sie aber auch  ihr drittes Buch mit dem Titel Wie eine Wohnung ein Zuhause wird (29,90 Euro, CALLWEY) veröffentlicht.

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Nachhaltig wohnen – oder “Brauche ich den ganzem Mist wirklich?”

Nachhaltig wohnen – oder “Brauche ich den ganzem Mist wirklich?”

Nachhaltigkeit ist ja inzwischen ein sehr strapazierter Begriff und eigentlich kann ich es auch schon nicht mehr hören… leider, denn es ist ein wichtiges Thema. Alle wissen, dass unsere Ressourcen endlich sind. Nachdem es uns hier in Deutschland  sehr gut geht und wir keinerlei existentiellen Mangel verspüren, ist es einfach, dieses Thema an den Rand unserer Wahrnehmung zu drängen. So, das war das Wort zum Sonntag… weiterlesen

Quilt Inspiration aus Alabama – Gee’s Bend

Quilt Inspiration aus Alabama – Gee’s Bend

Rein zufällig stolperte ich vor Kurzem über Gee’s Bend. Ich suchte auf Pinterest nach alten Quilts. Einige fielen mir auf, die in ihren Farbkombinationen und Mustern ganz anders waren, viel freier, intuitiver und abstrakter – auf jeden Fall sehr außergewöhnlich. Nach genauerer Recherche fand ich heraus, dass all diese Quilts aus einer Quelle kamen: Gee’s Bend.

 “The Quilts of Gee’s Bend were created by a group of women who live in the isolated African-American hamlet of Gee’s Bend, Alabama. “The compositions of these quilts contrast dramatically with the ordered regularity associated with many styles of Euro-American quiltmaking. There’s a brilliant, improvisational range of approaches to composition that is more often associated with the inventiveness and power of the leading 20th-century abstract painters than it is with textile-making,” schreibt Alvia Wardlaw (Kuratorin).

Es gibt ein paar sehr schöne Bücher über die Quilts von Gee’s Bend, die leider nur noch antiquarisch zu bekommen sind und das auch nicht gerade günstig.

Ich habe mir trotzdem das zweite in der Reihe “Unconventional & Unexpected – american quilts below the radar (1950 – 2000)” bestellt und bin extrem begeistert. Neben einer außergewöhnlichen und wunderbaren Sammlung von 150 Quilts, die detailliert beschrieben werden, wird die Entstehungsgeschichte dieser Quilts aus Alabama erzählt, was Gee’s Bend überhaupt ist und warum die Quilts bis heute so einzigartig und inzwischen nahezu unbezahlbar sind.

Das Wesentliche ist aber, dass die Frauen, die diese wunderbaren Stücke von Hand genäht haben, zusammen saßen, sich Geschichten aus der alten Heimat erzählten und dazu ihre Lieder sangen. Aus der großen Armut und Not in Sklaverei sind durch die Kraft, Verbundenheit und Kreativität dieser großartigen Frauen nicht nur notwendige Gebrauchsgegenstände sondern zeitlose Kunstwerke entstanden, die jene schlimmen Zeiten überlebt haben und uns bis heute davon erzählen.

Von diesen Vorbildern ergriffen und  inspiriert, werde ich jetzt aus alten, geliebten Kleidungsstücken von uns Vieren einen Familienquilt nähen. Ich habe schon angefangen, Hemden und Kinderkleidung herauszusuchen, die mich an bestimmte Zeiten oder Ereignisse erinnern. Die Vorstellung, dass unsere Kinder oder Enkel irgendwann diesen Quilt haben werden und die Stoffe vielleicht auf Fotos oder Videos wieder erkennen, gefällt mir.

Fortsetzung folgt…

 

 

 

Wie hübscht man Möbel auf oder – Upcycling!

Wie hübscht man Möbel auf oder – Upcycling!

Es gibt immer wieder alte Möbelstücke, von denen ich mich nicht trennen kann oder die mein Herz auf dem Flohmarkt erobern. Meistens sind sie aber nicht so gut in Schuss, dass ich sie einfach so hinstellen kann.

Der erste Schritt ist eine gründliche Reinigung mit milder Seife um den oberflächlichen Staub und Schmutz abzukriegen. Dann sieht man manchmal schon bedeutend mehr Farbe. weiterlesen

Was tun mit all den Stoffresten?

Was tun mit all den Stoffresten?

Geht es euch auch so? Also ich komme an keinem Stoffladen vorbei ohne nicht mindestens einen Stoff zu kaufen. Mit der Zeit ergibt das eine ganz imposante Sammlung. So weit, so schön! Aber irgendwann, nachdem ich einen Teil der Stoffe verarbeitet habe, stellt sich die Frage: Was tun mit all den Stoffresten? weiterlesen

Topflappen – es gibt auch schöne!

Topflappen – es gibt auch schöne!

Hier noch schnell ein Schmankerl zur Nacht:

Ich verwerte die kleinsten Schnipsel meiner Lieblingsstoffe, zum Beispiel zu Topflappen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Ich probiere auf diesen kleinen Stücken oft neue Techniken, Stoffkombinationen oder Stichmuster aus. Als Rückseite verwende ich meistens ein ausrangiertes Frotteehandtuch. Solche Stücke sind übrigens tolle Geschenke!