Kimokis und Kelims

Ich liebe Stoffe! Vor allem alte Stoffe mit Geschichte. So fielen mir vor ein paar Jahren Stücke von alten Kimonos in die Hände. Ich war sofort Feuer und Flamme und überlegte, was ich damit anstellen könnte.  Nachdem ich es auch liebe mit unterschiedlichen Stoffen zu arbeiten, nähte ich Kissen aus alten Kimonostoffen kombiniert mit grobem Leinen oder Canvas. Teilweise arbeite ich auch von mir selbst gedruckte Stoffe ein. So entstanden meine KIMOKIS (Kimono Kissen).

Seit dem sammle ich alte Kimonostoffe. Einige Zeit später stellte ich fest, dass diese japanischen Muster hervorragend zu skandinavischem Design passen. Beide sind sehr grafisch und meistens in gedeckten oder zarten Farben. Ich dachte natürlich, das hätte vor mir noch keiner entdeckt – weit gefehlt! Es gibt eine relativ alte Verbindung zwischen skandinavischem und japanischem Design. Bereits in den 60er Jahren tauschten sich Designer und Künstler beider Länder aus und befruchteten sich gegenseitig, so dass sich sicher manches japanische Stilelement im modernen skandinavische Design entdecken lässt.

Zu der Zeit bemerkte ich auch, dass diese Stoffe sehr gut mit Kelims kombinierbar sind (eine weitere meiner Leidenschaften). Ich kaufte meinen ersten Kelim vor über 25 Jahren auf einer Fahrradtour durch die Türkei in Ordu an der Schwarzmeerküste und transportierte ihn auf dem Gepäckträger bis nach Istanbul. Den nächsten erfeilschte ich in Djerba, als ich mit Freunden in die Wüste fuhr. Wir benutzten ihn als Picknickdecke im Sand. Jedes Stück, das ich von einer Reise mitbringe hat so seine eigene Geschichte für mich und macht es noch wertvoller.

Nächstes Mal zeige ich euch ein paar von meinen Kelims und verrate euch, wo ihr schöne bezahlbare Stücke bekommen könnt.

2 Gedanken zu „Kimokis und Kelims

  • 11. Februar 2015 um 9:38
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    hallo Nadina,
    Deine tollen Kissen erinnern mich spontan daran, dass in Dresden im Japanischen Palais noch bis zum 22.2. eine Ausstellung über den weltgrößten Schatz japanischer Schablonen zum Färben von Samurai-Kimonos. Die Ausstellung heißt “logical rain” oder 雨の形跡 (Ame no keiseki) was soviel heißt wie “Spur des Regens”. Es gibt ein wunderbares Begleitheft über das Entstehen dieser Sammlung und über die Druckschablonen selbst, falls es dich interessiert, sage ich dir gerne die ISBN Nummer des Heftchens!
    Gros bisou
    Sandra

    • 11. Februar 2015 um 9:47
      Permalink

      Hallo Sandra,
      das klingt ja sehr spannend! Ich hätte auf jeden Fall gerne die Nummer, da ich nicht weiß, ob ich es schaffen werde hinzufahren. Danke für die Info und liebe Grüße von Nadja

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