Nachhaltig wohnen – oder “Brauche ich den ganzem Mist wirklich?”

Nachhaltigkeit ist ja inzwischen ein sehr strapazierter Begriff und eigentlich kann ich es auch schon nicht mehr hören… leider, denn es ist ein wichtiges Thema. Alle wissen, dass unsere Ressourcen endlich sind. Nachdem es uns hier in Deutschland  sehr gut geht und wir keinerlei existentiellen Mangel verspüren, ist es einfach, dieses Thema an den Rand unserer Wahrnehmung zu drängen. So, das war das Wort zum Sonntag…

Die Frage, die ich mir oft stelle ist: “Was aber können wir, ohne uns zu verbiegen, im täglichen Leben tun?” Denn nur das erscheint mir auf lange Sicht sinnvoll. Die Antwort ist: Viel!

Ich beschränke mich hier lediglich auf das Thema Wohnen, das aber eine große Rolle im Konsumverhalten des Menschen spielt. Man lässt sich leicht verführen von “Wohntrends” oder “must haves” und stellt dann nach kürzester Zeit fest, dass die erstandenen Dinge eigentlich gar nicht so recht zu einem passen oder schlicht überflüssig sind.

Wesentlich mehr Spaß macht es doch, seinen eigenen Stil zu finden, unabhängig von schnelllebigen Trends und sich lange an den Dingen zu erfreuen, die einen umgeben.

Es gibt 3 einfache Regeln, die zu mehr Nachhaltigkeit im Wohnen (und Leben) führen und gleichzeitig der Weg zum eigenen Stil sind:

 REDUCE – REUSE  – RECYCLE

 

  • REDUCE – oder : was brauche ich wirklich?
    Bevor ihr ernsthaft an den Kauf eines neuen Möbelstücks denken, solltet ihr erst einmal überprüfen, ob ihr wirklich noch mehr (noch größer…) braucht, oder ob nicht einmal Ausmisten erstens den Inhalt des Schrankes (Regals, Kommode, Küchenschrank…) auf die Teile reduziert, die wichtig sind und zweitens, ob dann nicht der vorhandene Schrank doch ausreicht.
  • REUSE – oder: Vintage ist cool
    Wenn ihr nach reiflicher Überlegung wisst, da muss was Neues oder was  Anderes her, dann macht doch mal am Sonntag einen Ausflug auf den Flohmarkt. Wenn ihr früh da seid, könnt ihr noch Schätze entdecken, die einzigartig sind, meist aus solidem Material und häufig günstiger als im Laden. Ich habe schon große Lieben auf dem Flohmarkt gefunden (siehe “mein blauer Sessel”). Diese alten Stücke kann man bei Bedarf nach Lust und Laune mit Farbe und Stoff verschönern und ihnen so noch eine ganz persönliche Note verpassen. Wenn ihr euch das selbst nicht zutraut oder keine Ideen habt, stöbert malbeiPinterest oder fragt im Freundeskreis nach, da gibt es bestimmt ein kreatives Wesen.
  • RECYCLE – oder: was ich nicht brauche, gebe ich weiter
    Nach dem Ausmisten stellt sich die Frage: Und wohin jetzt mit dem ganzen Zeug? Auch da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder verteilt ihr die Sachen im Freundeskreis, oder es gibt einen Flohmarkt in eurer Nähe (wir veranstalten zum Beispiel jedes Jahr ein Straßenfest, da mache ich einen Flohmarktstand). Ihr könnt die Sachen auch auf Ebay Kleinanzeigen verkaufen, oder sie zum Roten Kreuz fahren. Es gibt sogar Organisationen, die holen Möbel etc. ab. Sogar Bücher kann man gebraucht verkaufen.

 

Na, genug Inspiration? Also nichts wie ran – beziehungsweise erst mal die drei Rs beachten!

Fortsetzung folgt…

 

 

2 Gedanken zu „Nachhaltig wohnen – oder “Brauche ich den ganzem Mist wirklich?”

  • 3. Juni 2015 um 7:56
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    Hallo Nadja, Dein Text gefällt mir – die 3 Rs sind ein griffiger Einstieg. Mich beschäftigt das Thema nun schon einige Jahre, wie Du weisst. Und ich gestehe, dass ich wenn ich vor der Aufgabe “Recyle, reduce” sitze ganz verdreht werde. Das was ich aus der Ferne so gut entbehren konnte, erscheint mir in der Nähe unverzichtbar. Deshalb suche ich immer wieder den Abstand und hoffe eines Tages den Mut zur Reduktion und die Energie zum Recyclen finden werde.

    • 3. Juni 2015 um 13:27
      Permalink

      Hallo Günter,

      das gehr mir genau so, ich will aber nicht aufgegeben!

      Liebe Grüße von Nadja

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