Wie viel ist genug?

Das Thema Privatsphäre ist in diesem Zusammenhang wesentlich. Hier wird es anspruchsvoller, denn wahrscheinlich gibt es innerhalb der Familie unterschiedliche Bedürfnisse, denen irgendwie Rechnung getragen werden soll. Dann verändern sich diese Bedürfnisse auch mit der Zeit zum Beispiel, wenn die Kinder älter werden oder wenn jemand zuhause arbeitet. Das heißt, ein einigermaßen flexibles Raumkonzept hilft, ob der facto oder im Kopf ist nicht so entscheidend.

Wir haben dieses Thema so gelöst, dass wir unsere neue Wohnung in “öffentliche”, halbprivate und private Bereiche eingeteilt und auch größenmäßig so gestaffelt haben. Das heißt, der öffentliche Familienraum, in dem sich die meisten Leute aufhalten, ist der größte. Dann kommt der halbprivate Bereich, durch eine Treppe getrennt, in dem ein Sofa steht und die Hausbibliothek ist. Hierhin kann man sich zurückziehen, wenn man mal etwas mehr Ruhe braucht oder ein Nickerchen machen will.

 

Der kleinste Teil der Fläche ist für die privaten Räume vorgesehen. Kinderzimmer, Schlafzimmer und Arbeits-/Gästezimmer. Es sind eher Kammern, die das notwendige an Möblierung enthalten, die aber dadurch sehr intim und gemütlich wirken. Die Betten der Kinder sind in Nischen eingepasst, fast wir Alkoven. So schlafen sie geborgen und die restliche Fläche kann optimal zum Spielen genutzt werden.

Privatheit kann man aber auch anders schaffen. Allein das optische Abgrenzen von Bereichen kann eine Zone definieren, die von einer bestimmten Person oder zu einer bestimmten Tätigkeit genutzt wird. Man kann eine Nische nutzen, einen Vorhang oder Raumteiler aufstellen. Auch Kopfhörer schaffen Privatsphäre.

Die Frage ist: Wie viel Privatsphäre brauchen wir?

Fortsetzung folgt…